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Google hat vor Kurzem eine spannende Neuerung ausgerollt, die es Nutzer*innen ermöglicht, Social-Media-Kanäle als eigene Plattform-Properties in der Google-Search-Console (GSC) anzulegen. Was auf den ersten Blick vielleicht eher wie ein Nice-to-have-Feature anmutet, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als richtiges Must-have. Denn für Creator*innen, Unternehmen und Agenturen eröffnet dieses Insight-Tool völlig neue Perspektiven, um die Performance der eigenen Social-Media-Inhalte auch außerhalb der jeweiligen Plattformen fundiert zu analysieren und daraus strategische Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Wir zeigen dir, was hinter diesen neuen Plattform-Properties steckt, wie du sie einrichtest und wie du die gewonnenen Performance-Daten nutzen kannst, um deine Social-Media-Inhalte zu optimieren.

1. Was bedeuten die neuen Plattform-Properties konkret für deine Social-Media-Profile?

Die GSC hat sich seit ihrer Einführung als Standardwerkzeug etabliert, um die Sichtbarkeit und Performance klassischer Websites in der Google-Suche zu überwachen. Mit den neuen Plattform-Properties können Nutzer*innen jetzt auch offizielle Daten zur Performance ihrer Social-Media-Inhalte in der Google-Suche sammeln, erfassen und auswerten.

Zu diesen Daten gehören:

  • Echte Suchdaten: Du siehst im Detail, welche konkreten Suchbegriffe Nutzer*innen in die Google-Suchleiste eingeben, um zu deinen Social-Media-Posts und -Videos zu gelangen.
  • Daten zu Sichtbarkeit und Reichweite: Du erhältst Daten zu den Impressionen und Klicks deiner Social-Media-Inhalte und zum Ursprung dieser – sei es die klassische Websuche, die Bildersuche, die Videosuche oder Google Discover.
  • Top-Inhalte und Trends: Über die neuen Insights kannst du außerdem identifizieren, welche deiner Social-Media-Posts in der GSC am besten performen und wie sich Traffic-Trends, Demografie und Klickraten über die Zeit entwickeln.

Unterstützt werden aktuell vier der größten Social-Media-Plattformen: Instagram, TikTok, X und YouTube.

Wichtiger Hinweis:
Es handelt sich bei der GSC-Integration um einen reinen Datenreport zur Performanceanalyse. Google erhält dadurch keinerlei Zugriff oder Rechte, um Posts in deinem Namen zu erstellen, zu verändern oder zu löschen.

2. So funktioniert die Einrichtung der neuen Plattform-Properties in der Google Search Console

Die Einrichtung der neuen Plattform-Properties erfolgt intuitiver, als man im ersten Moment vielleicht denkt. In deiner Google-Search-Console kannst du unter dem Menüpunkt „Property hinzufügen“ ganz einfach ausgewählte Social-Media-Profile hinzufügen. Dafür musst du lediglich die gewünschte Plattform aus der angezeigten Liste auswählen und im Anschluss den Anweisungen zur Verifizierung folgen. Wenn du Profile auf mehreren Plattformen hast (z. B. Instagram und TikTok) oder mehrere Accounts betreust, muss dieser Prozess für jedes Profil einzeln durchgeführt werden. Sobald das Profil einmal verifiziert wurde, dauert es für gewöhnlich ein paar Tage, bis die ersten Daten gesammelt wurden und in den Berichten aufscheinen.

3. Wie du die Google-Search-Console-Daten strategisch für deine Social-Media-Profile nutzt

Das reine Hinterlegen der Profile allein reicht nicht aus, um die Performance deiner Social-Media-Profile in der Google-Suche zu optimieren. Denn ohne die fundierte Auswertung der gesammelten Performance-Daten sind die Plattform-Properties wertlos. Hier aber die Entwarnung: Man muss kein Datenspezialist sein, um aus den Zahlen wertvolle Insights zu ziehen. Google bietet dafür umfangreiche Berichte, die Antworten auf entscheidende Content-Fragen liefern:

Trends frühzeitig erkennen: Die Suchanfragen deiner Zuschauer*innen geben dir direkten Aufschluss über deren aktuelle Interessen. Hier eignet sich der 24-Stunden-Filter in der GSC, um in Echtzeit zu sehen, wenn ein bestimmter Social-Media-Post in der Google-Suche an Fahrt aufnimmt. Diese Erkenntnisse sind gerade dann wertvoll, wenn ein Thema zu trenden beginnt, weil du dadurch schnell reagieren und passenden Content auf anderen Social-Media-Plattformen nachlegen kannst.

Content-Formate miteinander vergleichen: Performen deine YouTube Shorts besser in der organischen Suche als deine langen Videos? Oder bringen Instagram Reels mehr Google-Traffic als klassische Bildbeiträge? Um Vergleichswerte zu sammeln, kannst du über den Vergleichsmodus in den GSC-Berichten gezielt bestimmte URLs (z.B. alle mit „/shorts/“ im Vergleich zu „/watch“) filtern und die Performance unterschiedlicher Social-Media-Formate gegeneinander testen.

Plattformübergreifende Strategien ableiten: Wenn die GSC-Daten zeigen, dass ein langes Tutorial auf YouTube extrem gut rankt, aber die Kurzversion auf TikTok nicht gefunden wird, sollten entsprechende Anpassungen vorgenommen werden. Optimiere deine TikTok-Captions mit den Suchbegriffen, die auf Google funktionieren oder passe deine Hashtags an das aktuelle Suchvolumen an.

Den Lebenszyklus von Content verlängern: Manchmal bekommt ein älterer Social-Media-Post durch saisonale Suchanfragen oder aktuelle Ereignisse plötzlich wieder starken Traffic. Wenn du solche Spitzen im Search-Console-Report bemerkst, kannst du den alten Beitrag pushen (z. B. auf deinem Profil anpinnen), in neuen Stories darauf verweisen oder direkt einen zweiten Teil produzieren, um das Momentum zu nutzen.

Fazit

Die Zeiten, in denen Social Media und SEO zwei getrennte Welten waren, sind endgültig vorbei. Wer seine Social-Media-Strategie professionell vorantreiben und die Datenlücke zwischen Websuche und Social-Feed schließen möchte, kommt um die Integration seiner Social-Media-Profile in die Google-Search-Console nicht mehr herum. Die gewonnenen Suchdaten und deren clevere Nutzung helfen die tatsächlichen Bedürfnisse deiner Zielgruppe zu verstehen und eine datenbasierte, plattformübergreifende Content-Strategie mit echtem Wettbewerbsvorteil zu erschaffen.

Wie du deinen Social-Media-Content strategisch aufbaust und planst, erfährst du in diesem Blogbeitrag: „Social-Media-Contentplanung: 3 Säulen für einen strategischen Redaktionsplan“ .

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