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KI-Tools sind längst fixer Bestandteil in unserem Arbeitsalltag. Spätestens seit ChatGPT nutzen sie viele täglich für Texte, Ideen oder Brainstorming. Google Gemini wird im Vergleich noch nicht ganz so selbstverständlich genutzt, dabei kann es eines deutlich besser als seine Mitbewerber: Bilderstellung und -bearbeitung. Wir haben das Tool für dich auf Herz und Nieren geprüft und zeigen dir hier 3 einfache, aber effektive Tipps, wie du mithilfe von Google Gemini wirkungsvolle Social-Media-Bilder erstellst.

Falls du noch nie von dem Tool gehört hast oder dich fragst, was Google Gemini genau ist: Hier kommt eine kurze Einführung, bevor wir in die konkreten Tipps einsteigen.

Google Gemini ist ein KI-Chatbot von Google, der dich, ähnlich wie ChatGPT & Co, beim Schreiben, Recherchieren und eben auch beim Entwickeln von Bildideen unterstützt. Dabei kannst du Gemini ganz einfach und kostenlos mit deinem Google-Account nutzen. Für die Bilderstellung und -bearbeitung ist grundsätzlich weder ein zusätzliches Abo noch ein kompliziertes Setup nötig. Einfach einloggen, loslegen und kreativ werden und genau das machen wir jetzt auch!

1. Bessere Social-Media-Visuals durch Kontroll-Prompting

Öffne Google Gemini, starte einen neuen Chat und wähle die Funktion „Bilder erstellen“ aus. Sobald du im Bildgenerierungsmodus bist, beginnt der eigentliche entscheidende Schritt: dein Prompt, also die Anweisung, die du dem KI-Tool für die Bilderstellung gibst. Je genauer deine Beschreibung, desto besser das Ergebnis. Statt nur ein Motiv zu nennen, solltest du deshalb immer eine komplette Szene beschreiben, inklusive visueller Zieldefinition, also einer Beschreibung, welche Wirkung das Bild bei den Betrachter*innen auslösen soll.

Ein starker Prompt enthält:

  • Motiv (Wer oder was ist zu sehen?)
  • Umgebung (Studio, Büro, Outdoor, neutraler Hintergrund)
  • Lichtstimmung (natürlich, warm, kontrastreich, soft)
  • Bildformat (z. B. 4:5 für Feed, 9:16 für Stories)
  • Einsatzkontext (Social-Media-Visual, Kampagnenbild, Cover etc.)

Während du in diesem ersten Schritt deinen Szenen-Prompt formulierst, vergessen viele einen entscheidenden Hebel: Statt nur zu sagen, was du willst, solltest du auch definieren, was ausdrücklich nicht vorkommen soll. KI-Modelle treffen immer Interpretationsentscheidungen, wenn du klare Ausschlüsse vorgibst, reduzierst du damit Zufallseffekte und bekommst konsistentere Ergebnisse.

Typische negative Anweisungen für Social-Media-Bilder sind zum Beispiel:

  • „keine übertriebene KI-Ästhetik“ – für einen natürlichen Look
  • „keine verzerrten Hände“ oder „keine unrealistischen Proportionen“
  • „kein stark stilisierter Cartoon-Look“

Mit solchen Kontroll-Prompts steuerst du die Bildsprache aktiv, statt dich nur auf die Standardinterpretation des Modells zu verlassen. Das spart Zeit in der Nachbearbeitung und reduziert unbrauchbare Ergebnisse, die sonst zu mehreren Iterationsschleifen geführt hätten.

Beispiel: „Erstelle ein modernes Social-Media-Bild eines kreativen Teams in einer Agenturumgebung, zwei Personen arbeiten gemeinsam an einem Laptop mit sichtbarem Content-Board im Hintergrund, helles natürliches Tageslicht durch große Fenster, minimalistische, professionelle Bildästhetik mit realistischem Look, klare Komposition, 4:5 Format für Instagram Feed. Das Bild soll Vertrauen aufbauen, strategische Kompetenz vermitteln und die Social-Media-Expertise der Agentur visuell unterstreichen. Ruhige, hochwertige Markenwirkung, kein Text im Bild und keine übertriebene KI-Ästhetik.“

Zusätzlich kannst du in Google Gemini mit vordefinierten Styles arbeiten. Diese helfen dir ebenfalls dabei, den gewünschten visuellen Look schneller zu erreichen, je nachdem ob dein Bild eher realistisch, minimalistisch, hochwertig, künstlerisch oder illustrativ ausfallen soll.

2. Bestehende Fotos humorvoll und realistisch für Social Media transformieren

Gerade macht ein humorvoller Social-Media-Trend die Runde, hinter dem Google Gemini mit seiner Bildbearbeitungsfunktion steckt. Unternehmen erstellen Kurzvideos, welche Dienstleister*innen mit einem Augenzwinkern in unerwarteten Rollen inszenieren. Die Idee: Kund*innen stellen Anfragen, die eigentlich Spezialist*innen aus anderen Bereichen erfordern würden.

Eine klassische Kund*innenaussage aus unserem Alltag wäre beispielsweise „Wir brauchen mehr Follower und am besten sofort!“. Anstatt eine Antwort auf diese Aussage abzubilden, könnten wir uns mithilfe von KI überspitzt als Zaubererinnen darstellen, die Follower aus dem Hut zaubern. Dieses spielerische „Role Swap“-Prinzip sorgt für Humor und Aufmerksamkeit und ist ganz leicht mit dem Bildbearbeitungstool des Google KI-Chatbots zu erzielen.

Öffne dafür einen neuen Chat, lade dein Bild hoch und beschreibe im Prompt genau, welche Änderungen du vornehmen möchtest. Wir haben hier beispielhaft ein Bild von Lisa und Kathi gewählt. Um sie in ihrer neuen Rolle als Zaubererinnen darzustellen, nutzen wir diesen spezifischen Prompt:

„Bearbeite dieses Bild so, dass die gezeigten Personen als Zaubererinnen dargestellt werden, die Social-Media-Follower aus dem Hut zaubern. Der Hintergrund und die Gesichter der Personen bleiben unverändert und realistisch. Keine KI- oder Cartoon-Ästhetik.

Voilà, schon sind wir nicht mehr Social-Media-Managerinnen, sondern Social-Media-Magierinnen.

3. Aus 2 mach 1: Mit zwei Fotos zu einem neuen Social-Media-Bild

Das Bildbearbeitungstool von Google Gemini kann aber noch mehr, als nur ein ausgewähltes Bild zu bearbeiten. Mit dem Zwei-Bilder-Hack kannst du verschiedene Elemente aus mehreren Bildern kombinieren, um aus vorhandenen Fotos neue, kreative Motive für Social Media zu gestalten.

Wir nehmen dasselbe Teamfoto von Lisa und Kathi her und laden als zweites Visual ein Bild unserer Bürohündin Josy hoch. Ziel ist es, ein realistisches Social-Media-taugliches Bild zu erzeugen, das Lisa und Kathi dabei zeigt, wie sie Josy umarmen. Und so geht’s:

Bilder auswählen:

  • Bild 1: Teamfoto von Lisa und Kathi.
  • Bild 2: Josy, der Bürohund.

Prompt in Google Gemini formulieren:
„Erstelle aus diesen beiden Bildern ein realistisches Bild, in dem Lisa und Kathi aus dem ersten Bild Josy, den Bürohund aus dem zweiten Bild, liebevoll umarmen. Die Personen dürfen sich für die Umarmung in der Haltung leicht verändern z. B. eine hält Josy im Arm oder beide setzen sich zu ihr auf den Boden. Gesichtsausdruck, Kleidung und der Bürohintergrund sollen realistisch bleiben. Die Szene soll harmonisch, natürlich und authentisch wirken. Keine Cartoon-Elemente oder unnatürlichen Veränderungen.“

KI-Bearbeitung starten: Google Gemini kombiniert beide Bilder intelligent und Josy wird realistisch ins Teamfoto integriert.

Fazit

Mit Google Gemini wird die Erstellung von Social-Media-Content deutlich einfacher und kreativer. Egal, ob du neue Bilder generieren, vorhandene Szenen bearbeiten oder Elemente kombinieren möchtest, mithilfe von KI-Bildgenerierung und -bearbeitung kannst du bestehende Fotos aufwerten, Storytelling spielerisch umsetzen und Posts erstellen, die, ganz ohne aufwändige Shootings oder unnatürliche Bildmanipulationen, Aufmerksamkeit erzeugen.

Für dich als Social-Media-Verantwortliche*r bedeutet das: Weniger Aufwand, mehr kreative Möglichkeiten.

Mehr KI-Tipps findest du in diesem Blogbeitrag: „Canva KI Hacks: Effizienter Content für Instagram, TikTok & Co“.

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